
Kontoauszug - Lexikon Finanzen
Ein Kontoauszug ist ein Schriftstück, auf welchem alle Bewegungen eines Bankkontos ersichtlich sind.
Kontoauszüge können täglich, wöchentlich, monatlich oder bei Bewegung erstellt werden. Sie enthalten den Anfangsbestand und den Endbestand für den entsprechenden Zeitraum.
Durch die Zustellung des Auszuges kommt die Bank ihrer Pflicht nach, den Kunden zu informieren. Der Kunde hat die Möglichkeit und auch die Pflicht Bewegungen auf dem Kontoauzug zu kontrollieren. Z.B. hat der Kunde in Deutschland nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen nur sechs Wochen Zeit Lastschriften durch Einzugsermächtigung zu widersprechen. Die Information über eine solche Lastschrift erhält er auf dem Kontoauszug.
Früher wurden Kontoauszüge in der Bank bereitgehalten oder per Post zugesandt. Diese Bedeutung ist abnehmend, da Kontoauszugsdrucker für die Banken kostengünstiger sind.
Teilweise benutzen Banken die Bezeichnung Soll und Haben an Stelle von Gutschrift oder Belastung. Soll bedeutet für einen Kunden eine Belastung, Haben eine Gutschrift. Ein Kontostand im Soll bedeutet eine Überziehung des Kontos. (Siehe dazu Dispositionskredit bzw. Kontokorrentkredit).
Typische Angaben
- Name der Bank
- Bankleitzahl, u.U. auch Bank Identifier Code (BIC) und International Bank Account Number (IBAN)
- Kontonummer
- Name des Kontoinhabers
- Datum der Auszugserstellung
- Auszugsnummer
- alter und neuer Kontostand
- Buchungsdatum der Bewegungen
- Wertstellungsdatum (auch Valuta genannt) der Bewegungen
- Betrag der Gutschrift oder Belastung
- Buchungstext
- teilweise Buchungsnummern (oder Primanotennummer)
Auf der Rückseite finden sich i.d.R. allgemeine Hinweise zum Kontoauszug und den Buchungen
Siehe auch:
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